Hunde und Katzen bestehen aus Zehntausenden verschiedenen Proteinen, die mithilfe von Eiweiß aus der Nahrung aufgebaut und laufend erneuert werden müssen.

Proteine sind die wichtigsten „Bausteine“ des Körpers: Muskeln, Haut, Haare, Nerven, Blut, Hormone usw. bestehen aus Eiweiß.

Je ähnlicher das Nahrungseiweiß in seiner Zusammensetzung den körpereigenen Proteinen der Fleischfresser ist, umso leichter kann der Organismus daraus die Bausteine gewinnen, die er für sein Wachstum und die laufend notwendige Erneuerung seiner Organe benötigt.

Pflanzliches Eiweiß kann dabei tierisches niemals vollständig ersetzen.

Hochwertiges tierisches Eiweiß hat natürlich auch seinen Preis.

Mit moderner Lebensmitteltechnik lassen sich heute viel billigere Ersatzprodukte herstellen und durch Geschmacks- und Lockstoffe für Hunde und Katzen attraktiv machen. Doch das Aussehen und der Geschmack sagen noch nichts über die tatsächliche Qualität des Eiweißes aus.

Leider sind die diesbezüglichen Deklarationen bei industriellen Futtermitteln oft schwer verständlich oder wenig aussagekräftig – mehr dazu finden Sie auf meiner Seite: Inhaltsstoffe.

So gibt der gesetzlich vorgeschriebene Rohproteinwert zwar Auskunft über die Menge des Eiweißes im Futter, sagt aber nichts über dessen biologische Qualität aus. Ein Futter kann also durchaus einen hohen Rohproteinwert aufweisen, obwohl ein erheblicher Teil des Proteins aus billigen, minderwertigen Rohstoffen wie zerkochten Federn, Klauen und Schnäbeln stammt.

Der Rohproteinwert verrät weder, wie gut das enthaltene Eiweiß verwertet werden kann, noch, ob alle notwendigen Aminosäuren ausreichend vorhanden sind. Als alleiniger Maßstab für die Eiweißqualität ist er daher wertlos!

Anhaltender Eiweißmangel bzw. das Fehlen bestimmter Proteine
führt auf alle Fälle zu Störungen des Allgemeinbefindens,
nicht selten aber auch zu schweren Erkrankungen.